Notfallmedizin

 

Zahnschmerzen:

Kühlen mit einem nassen Waschlappen lindert oft die Beschwerden. Bitte kein Kühlpack, da dies zu Unterkühlung führen kann!

Auch leichte Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können vorübergehend die Beschwerden lindern.

Grundsätzlich gilt, dass Zahnschmerzen immer von einem Zahnarzt abgeklärt werden sollten, denn selbst wenn die Schmerzen wieder verschwinden, gibt es üblicherweise eine Ursache, die es zu finden gilt, und die Schmerzfreiheit ist selten von Dauer.

 


 

Nachblutung nach Zahnentfernung:

Grundsätzlich gilt es nach Zahnentfernung einige Regeln zu beachten:

  • Auf Alkohol, schwarzen Tee und Kaffee sollte in den ersten 2-3 Tagen nach Extraktion verzichtet werden
  • Auch auf den Nikotinkonsum sollte für eine gute Wundheilung verzichtet werden. Tabakkonsum führt verstärkt zu Störungen in der Wundheilung
  • Sehr wichtig: keine Sonnenbäder
  • Keine acetylsalicylhaltigen Medikamente (z.B.Aspirin) nehmen! Diese wirken blutverdünnend
  • Kleinere Nachblutungen in den ersten Stunden (nach Abklingen der Betäubung, das Gewebe wird wieder durchblutet) und in den ersten Tagen sind normal,. Oft erschrickt man sich, weil ein Tropfen Blut den gesamten Speichel im Mund rot färbt.

Machen Sie einen Knoten in ein sauberes Baumwolltaschentuch und beißen Sie eine halbe Stunde fest darauf und üben so leichten Druck auf die Wunde aus (Kompression). Ersatzweise können Sie auch ein frisches Tempotaschentuch aus einer neuen Packung (!) nehmen.

„Setzen Sie sich ruhig hin und vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Bei Bedarf wiederholen.“

Ernsthafte Nachblutungen sind äußerst selten, sollte die Nachblutung jedoch nicht stoppen, bitten wir Sie die Praxis aufzusuchen oder sich an unsere Notfallnummer anzurufen.

 


 

Zahn ausgeschlagen:

Handelt es sich um einen Milchzahn ist der Verlust nicht so schlimm. Stillen Sie die Blutung mit einem sauberen Baumwolltaschentuch und suchen Sie zur Kontrolle unsere Praxis auf.

Eine Reponierung, also das Wiedereinsetzen eines Milchzahns, ist unüblich und wird aufgrund von möglichen Schäden am bleibenden Zahn nicht vorgenommen.

Handelt es sich um einen bleibenden Zahn, so beachten Sie folgendes:

  • Rasches Handeln ist das Gebot der Stunde
  • Am besten bewahren Sie den Zahn in einer Zahnrettungsbox auf und kommen schnellst möglichst zu uns in die Praxis. Sollte eine Zahnrettungsbox nicht zur Hand sein empfiehlt sich als Aufbewahrungsmedium kühle H-Milch. Kochsalzlösung ist nicht optimal aber immer noch besser als Leitungswasser
  • Der Zahn sollte auf keinen Fallt unnötig angefasst oder gar ausgetrocknet werden. Eine trockene Lagerung z.B. im Taschentuch sollte in jedem Fall vermieden werden, da dann die wichtigen Zellen an der Wurzelhaut absterben. Aus diesem Grund fassen Sie den Zahn bitte auch ausschließlich an der Krone an, nicht an der empfindlichen Wurzel
  • Sollte gar kein Aufbewahrungsmedium vorhanden sein, so kann der Zahn auch im eigenen Mund aufbewahrt werden, Achtung jedoch vor dem Verschlucken
  • Nehmen Sie umgehend mit der Praxis Kontakt auf und teilen Sie uns Mit, dass der Zahn ausgeschlagen wurde. Wir werden Sie schnellst möglich behandeln

„Sollten die Umstände es zulassen, so kann der Zahn evtl. wieder reponiert, d.h. wiedereingesetzt werden.“

 


 

Zahn abgebrochen:

Leider kann es passieren, dass ein Zahn gänzlich abbricht. Oft passiert dies aufgrund einer vorherigen Behandlung des Zahnes, sei es eine Wurzelkanalbehandlung, ausgedehnte Füllungen oder aufgrund einer Überkronung. Auch wenn es für den Patienten auf den ersten Blick so aussieht, als sei der Zahn nicht mehr zu retten, so gibt es auch hier oft noch die Möglichkeit den Zahn zu behandeln und zu erhalten. So kann man z.B. mittels gegossenem Stiftaufbau den Wurzelkanal als „Anker“ benutzen und somit das abgebrochene Fragment wiederherstellen. Hierauf kann man nun wieder eine Krone anfertigen oder vorübergehend gar die abgebrochene Krone wieder einsetzen.

„In vielen Fällen ist der Zahn sogar mittels Kompositfüllung und Säure-Ätz-Technik auf relativ einfache Weise wiederherzustellen.“

Die geeignete Versorgung bei einer Fraktur (Bruch) des Zahnes ist immer abhängig vom Einzelfall. Es empfiehlt sich möglichst bald einen Termin bei uns zu vereinbaren, damit wir zusammen mit Ihnen die für Sie beste Lösung finden können. Bei einem Bruch eines Schneidezahnes infolge eines Sturzes oder Unfalles begeben Sie sich immer so schnell wie möglich in zahnärztliche Behandlung und bringen Sie nach Möglichkeit das Bruchstück mit, sehr oft kann es wieder angesetzt werden.

„Bitte beachten Sie dabei die ordnungsgemäße Aufbewahrung des Bruchstückes bis zum Erreichen der Praxis.“

 


 

Geschwollene Wange:

Eine geschwollene Wange ist fast immer auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen. Kühle Umschläge verschaffen etwas Linderung.

Geht die Schwellung einher mit Fieber und Übelkeit besteht dringender Behandlungsbedarf um eine Ausbreitung des Prozesses in die umliegenden Weichteile zu vermeiden.

„Eine Schwellung geht selten alleine zurück und wir empfehlen schnellst möglichst einen Termin zu vereinbaren um die Ursache abzuklären und die Therapie einzuleiten.“

 


 

Füllung verloren oder ein Stück abgebrochen:

Der Zahn reagiert in diesem Fall häufig auf äußere Reize wie Wärme, Kälte und Süßes. Zur Schonung sollte bis zur Reparatur der Füllung auf der anderen Seite gekaut werden.

„Ein zuckerfreies Kaugummi kann zur vorübergehenden Abdeckung verwendet werden.“

 


 

Krone, Brücke, Provisorium herausgefallen:

Mit ein wenig Fingerspitzengefühl lassen sich diese vom Patienten selbst vorübergehend wieder einsetzen. Bitte vorher unter fließendem Wasser und mit Hilfe einer Zahnbürste säubern. Sollte der Zahnersatz sofort wieder herausfallen, so hilft oft ein bisschen Zahnpaste.

„Bitte suchen Sie jedoch zum nächstmöglichen Zeitpunkt unsere Praxis auf, damit der Zahnersatz fachmännisch wieder befestigt werden kann.“

 


 

Aufbiss- und Berührungsempfindlichkeit eines Zahnes:

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um eine Entzündung der Zahnwurzel. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, Sonnenexposition und anregende Getränke wie Tee, Kaffee, Cola etc. und suchen Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt unsere Praxis auf um die Ursache zu klären.

„Kühlen mit einem nassen Waschlappen lindert meist die Beschwerden. Beissen Sie zunächst auf der gegenüber liegenden Seite.“

 


 

Kälteempfindlichkeit eines Zahnes:

Dies kann sehr unterschiedliche Ursachen haben: Zum Beispiel kann der Zahnhals durch Rückgang des Zahnfleisches frei liegen, eine Füllung kann undicht sein, der Zahn kann eine Karies haben oder er leidet bereits an einer Entzündung des Nerven.

„Hier hilft nur die ausführliche Diagnostik vor Ort in der Praxis.“

 


 

Wärmeempfindlichkeit eines Zahnes:

Hierbei handelt es sich oftmals um eine fortgeschrittene Entzündung der Zahnwurzel oder des Zahnnerven (Pulpa). Typisch ist die Linderung der Schmerzen durch Spülen mit kaltem Wasser.

Auch wenn diese Beschwerden wieder abklingen empfehlen wir dringend die Ursache abklären zu lassen, da die Wärmeempfindlichkeit darauf hinweisen kann, dass der Zahn „abgestorben“ ist oder gerade eben abstirbt.

„Häufig ist der Zahn nach diesen Beschwerden erst mal wieder „ruhig“, jedoch kommen die Beschwerden zu einem späteren Zeitpunkt, oftmals verbunden mit unangenehmen Schwellungen und einer Vereiterung wieder.“

 


 

Bruch einer Prothese:

Durch Materialermüdung oder mangelhafte Passgenauigkeit können Zahnprothesen brechen. Meistens lassen sich diese Brüche schnell und unkompliziert in unserem eigenen Praxislabor beheben.

„Bringen Sie dazu bitte unbedingt alle vorhandenen Bruchstücke mit!“

 


 

Druckstelle durch eine Prothese:

Druckstellen können durch neuen Zahnersatz ausgelöst werden. Oftmals entstehen Sie jedoch auch, obwohl man die Prothese jahrelang ohne Probleme getragen hat. Dies ist bedingt durch die Veränderung des sogenannten „Prothesenlagers“, also des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Evtl. ist eine „Unterfütterung“, also eine Anpassung der Prothese nötig.

Bei neuen Prothesen genügt es meist, die im Bereich der störenden Stelle nachzuarbeiten und die Basis der Prothese geringfügig zu beschleifen, um so den Druck zu vermindern.

„Die Abklärung kann nur in der Zahnarztpraxis vor Ort erfolgen.“

 


 

Wenn ein Notfall eintritt ist es wichtig, dass jemand für Sie da ist, und wir sind es. Für den Fall eines Notfalls haben wir eine spezielle Rufumleitung eingerichtet, bitte wählen Sie einfach folgende Nummer: +34 971 588 164

Wenn Sie diese Nummer wählen, werden Sie automatisch zu unserem Notfalltelefon umgeleitet. Für sonstige Fragen benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Unsere regulären Öffnungszeiten sind:

Montag bis Freitag von 9:30 bis 14:30 Uhr sowie Montag nachmittags von 16:30 bis 19:30 Uhr nach Vereinbarung. Samstags haben wir nur nach Vereinbarung geöffnet von 10:00 bis 13:00 Uhr.